Bei der Implantat Herstellung – ob Zahnimplantat, Hüftprothese oder Knochennagel – ist die Oberfläche kein ästhetisches Detail, sondern ein funktionskritisches Merkmal. Ob ein Implantat dauerhaft im Körper verankert bleibt, hängt maßgeblich von der Oberflächenstruktur ab, die während der Produktion erzeugt wird. SIGG Strahltechnik entwickelt und fertigt seit über 60 Jahren Strahlanlagen für die Medizintechnik – mit Satellitenanlagen, die definierte, reproduzierbare Rauheitswerte Charge für Charge liefern.

Implantate wachsen mit aufgerauten Oberflächen nachweislich besser ins Knochen- und Weichgewebe ein. Dieser Prozess – die Osseointegration – ist das Herzstück jeder erfolgreichen Implantation und wird durch drei Faktoren bestimmt: die Rauheitstiefe (Ra-Wert), die Gleichmäßigkeit der Oberfläche über alle Chargen, und die Materialverträglichkeit des eingesetzten Strahlmittels.
Für Hersteller in der Implantologie bedeutet das: die Oberflächenbearbeitung ist kein nachgelagerter Schritt, sondern Teil des validierten Herstellungsprozesses – dokumentierbar, reproduzierbar und rückverfolgbar.
Bei der Herstellung von Zahnimplantaten aus Titan ist die definierte Oberflächenstruktur im apikalen Bereich entscheidend für die Einheilzeit. Auch das Abutment – das Verbindungselement zwischen Implantat und Zahnersatz – muss präzise bearbeitet sein, damit es dauerhaft dicht und hygienisch bleibt. Die Vorplanung des Herstellungsprozesses legt fest, welche Ra-Werte für welche Zonen erforderlich sind.
SIGG Satellitenanlagen sind speziell für geometrisch komplexe Bauteile wie Zahnimplantate, Hüftschäfte oder Knieprothesen entwickelt. Werkstücke rotieren dabei um die eigene Achse und gleichzeitig um eine Mittelachse. Das Ergebnis: eine vollständig homogene Strahlwirkung auf allen Flächen, auch in Hinterschnitten und Konturen, die mit herkömmlichen Anlagen nicht erreichbar sind.

Die Wahl des Strahlmittels ist bei Medizinprodukten besonders kritisch, da Rückstände auf der Oberfläche Biokompatibilitätsprobleme verursachen können. SIGG liefert die passenden Strahlmittel in der für Implantologie und Medizintechnik erforderlichen Qualität.
Keramikperlen werden gezielt für Titan- und Keramikimplantate eingesetzt. Das Verfahren ist besonders schonend, erzielt eine verbesserte Oberflächenverdichtung und hinterlässt keinerlei metallische Rückstände – eine Grundvoraussetzung für die Biokompatibilität bei der Implantation.
Edelkorund weiß ist eisenfrei und eignet sich ideal zum Aufrauen von Implantatoberflächen vor einer Hydroxylapatit-Beschichtung. Die definierte Körnung erzeugt reproduzierbare Ra-Werte bei minimalem Materialabtrag.
Für Zonen, die ein gleichmäßiges, mattes Finish erfordern – etwa Gelenkköpfe oder Zahnersatz-Kontaktflächen – kommen Glasperlen zum Einsatz. Das Verfahren ist reproduzierbar und liefert ein gleichmäßiges Finish.
NEU: Für Zonen, die eine gleichmäßige, satin-matte Oberflächenstruktur erhalten sollen – etwa Gelenkköpfe oder Zahnersatz-Kontaktflächen – kommen Glasperlen zum Einsatz. Das Verfahren liefert ein reproduzierbares, homogenes Oberflächenbild.

Bei der Herstellung von Zahnimplantaten aus Titan oder Keramik ist die Oberflächenstruktur im Knochenanker-Bereich entscheidend für die Einheilzeit. Das Abutment muss präzise mattiert sein für optimale Weichgewebsanlagerung. SIGG Satellitenanlagen bearbeiten beide Zonen in definierten, getrennten Prozessschritten.
Gelenkprothesen stellen die höchste Anforderung: Knochenanker müssen rau sein, Gleitflächen hochglanzpoliert. SIGG Satellitenanlagen realisieren zonierten Strahlauftrag mit wechselbaren Maskierungen oder in getrennten Schritten.
Intraossäre Implantate benötigen eine feine, gleichmäßige Aufrauhung der gesamten Oberfläche inklusive der Gewindeflanken. Strahlanlagen strahlen auch schwer zugängliche Bereiche vollständig.
OP-Besteck – Skalpelle, Zangen, Scheren, Sägen – benötigt matte Oberflächen, um Spiegelungen unter OP-Lampen zu verhindern und eine sichere Griffigkeit zu gewährleisten. SIGG Injektoranlagen mattieren und aufrauen in einem Prozessschritt.
Für Zahnimplantate aus Titan oder Keramik empfehlen sich Injektorstrahlanlagen, die präzise und reproduzierbare Oberflächen im apikalen Bereich erzeugen. Für chirurgische Instrumente in Serie kommen Injektoranlagen zum Einsatz.
Für Titan empfehlen sich Keramikperlen oder Edelkorund weiß. Beide sind eisenfrei und hinterlassen keine metallischen Rückstände – eine Voraussetzung für die Biokompatibilität bei der Implantation.
Die Vorplanung legt fest, welche Ra-Werte für welche Zonen des Implantats erforderlich sind. SIGG berät bei der Auswahl der richtigen Anlage und des passenden Strahlmittels – abgestimmt auf die Spezifikationen des jeweiligen Implantats.
Bei Sigg Strahltechnik entwickeln wir individuelle Lösungen entsprechend den spezifischen Anforderungen unserer Kunden.
Sigg Strahltechnik bietet eine Vielzahl effektiver Strahltechniken wie z.B. Injektorstrahlen, Druckstrahlen oder Nassstrahlen an.
Neben unseren Strahlanlagen bieten wir auch Zubehör und Ersatzteilen an, um sicherzustellen, dass unsere Kunden stets optimal ausgestattet sind und reibungslos arbeiten können.
Rost in der Produktion ist kein Randproblem: Verrostete Metallteile blockieren Beschichtungsprozesse, verfälschen Maßtoleranzen und verursachen ungeplante Stillstände. Dieser Artikel zeigt, welche drei Verfahren in der Praxis eingesetzt werden, wo ihre Grenzen liegen und warum Strahlen in den meisten industriellen Anwendungen die überlegene Wahl ist um Rost zu entfernen. Wer speziell nach der Entrostung großer Stückzahlen in der Serienfertigung sucht, findet eine vertiefte Betrachtung im Artikel Industrielles Entrosten von Metall bei hohen Stückzahlen.
Das Strahlen in der Kabine bietet effektiven Schutz vor Lärm, Staub und umherfliegenden Strahlmitteln. Die kompakte und robuste Bauweise spart Platz und sorgt für eine langlebige Nutzung. Dank ihrer Vielseitigkeit ist die Kabine für verschiedene Strahlverfahren bestens geeignet und ermöglicht sicheres sowie effizientes Arbeiten. Gleichzeitig wird ein sauberer und kontrollierter Arbeitsbereich gewährleistet, der höchste Anforderungen an Sicherheit und Qualität erfüllt.
Das Filtern von grobem und feinem Staub erfolgt durch leistungsstarke Filter, die regelmäßig gereinigt werden, um eine konstant hohe Effizienz zu gewährleisten. Die Filter werden dabei gründlich sauber geklopft, wodurch Verstopfungen verhindert und die Filterleistung auf hohem Niveau gehalten wird. Diese regelmäßige Reinigung sorgt dafür, dass die Luftqualität und die Filtereffektivität stets auf einem optimalen Standard bleiben.
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