Sandstrahlen ist eines der vielseitigsten Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metall: Es reinigt Werkstücke und Bleche zuverlässig, entfernt Schmutz, Zunder und alte Beschichtungen und bereitet Material präzise für Folgeschritte wie Lackieren, Verzinken oder Kleben vor. Der Reinigungseffekt hängt dabei maßgebend von der Wahl des richtigen Strahlmittels ab. SIGG Strahltechnik bietet für jeden Bedarf die passende Kombination aus Strahlmittel und Anlage – wirtschaftlich, reproduzierbar und schonend für das Grundmaterial.

Beim Sandstrahlen – fachsprachlich als Strahlputzen oder Druckluft-Strahlen bezeichnet – werden Strahlmittel mit hohem Druck auf eine Metalloberfläche geschossen. Die auftreffenden Partikel entfernen mechanisch Verunreinigungen, Oxidschichten und Unebenheiten von der Oberfläche. Gleichzeitig wird das Material strukturiert und aufgeraut, was die Haftung nachfolgender Schichten und Beschichtungen deutlich verbessert – der Effekt auf die Verbundfestigkeit ist dabei unmittelbar messbar.
Anders als der historische Begriff vermuten lässt, wird beim modernen Strahlen von Metall kein echter Sand mehr eingesetzt – Quarzsand ist aufgrund der Silikosegefahr in Deutschland verboten. Stattdessen kommen metallische Strahlmittel zum Einsatz, die nicht nur sicherer sind, sondern sich auch plastisch verformend auf die Oberfläche auswirken und damit einen dauerhaft besseren Haftgrund erzeugen.
SIGG bietet ein breites Spektrum an Strahlmitteln für unterschiedliche Bearbeitungsanforderungen. Neben klassischen metallischen Strahlmitteln stehen auch Glasperlen, Korund und Nussschalen zur Verfügung – je nach Werkstück und gewünschtem Ergebnis.
Stahl-Granulat / Hartgusskies eignet sich zum Entsanden, Entzundern und Entrosten von Guss- und Schmiedeteilen aus Stahl sowie zum Entgraten und Verfestigen von Werkstücken. Dank seiner langen Lebensdauer – bis zu 100-fache Wiederverwendung je nach Härte des Materials – hält Stahlkies die Bearbeitungskosten dauerhaft gering. Der Reinigungseffekt auf stark verunreinigte oder verrostete Oberflächen ist besonders ausgeprägt.

Strahlmedien aus Edelstahl kombinieren hohe Lebensdauer mit kurzen Strahlzeiten. Sie sind die erste Wahl, wenn rostfreie Oberflächen ohne Eiseneintrag bearbeitet werden müssen – etwa bei Blechen und Bauteilen in der Medizintechnik oder Lebensmittelindustrie. Das Verfahren wirkt schonend auf das Grundmaterial und hinterlässt keine störenden Rückstände.
Hartguss-Kies zerbricht beim Auftreffen in scharfkantige Bruchstücke. Selbst hartnäckiger Schmutz, Zunder und Rost werden damit zuverlässig entfernt – auch nach vielen Strahlzyklen bleibt die abrasive Wirkung erhalten. Ideal für die Automobilindustrie, wo Fahrzeugkomponenten unter hohem Druck und in kurzer Zeit gereinigt werden müssen.
Nicht jedes Werkstück benötigt ein metallisches Strahlmittel. Für empfindliche Oberflächen, Aluminium oder Leichtmetalle stehen bei SIGG auch nicht-metallische Alternativen wie Glasperlen, Korund oder Nussschalen zur Verfügung – je nach Werkstück und gewünschtem Ergebnis.
Ein zentraler Vorteil metallischer Strahlmittel liegt in ihrer Wiederverwendbarkeit. Im Gegensatz zu Schleifmitteln oder mineralischen Einweg-Optionen können Stahl- und Edelstahlgranulate aufbereitet und erneut eingesetzt werden. Das senkt die Kosten pro Bearbeitung erheblich – gerade bei der Serienbearbeitung von Werkstücken und Blechen.
Durch automatisiertes Sandstrahlen von Metall mit SIGG Strahlanlagen lassen sich zudem Personalkosten reduzieren und Durchlaufzeiten verkürzen. Serienteile werden vollautomatisch eingelegt, gestrahlt und entnommen – reproduzierbar und ohne manuellen Eingriff.
Entrosten ist eine der häufigsten Anwendungen des Sandstrahlens. Rost, Zunder und Schmutz lassen sich durch das Strahlen schnell und vollflächig entfernen – auch an schwer zugänglichen Stellen von Werkstücken und Blechen. Der Reinigungseffekt ist dabei deutlich gründlicher als bei mechanischem Schleifen.
Vor dem Lackieren, Verzinken oder Kleben muss die Oberfläche von Verunreinigungen und Trennschichten befreit und aufgeraut werden. Das Sandstrahlen erzeugt die ideale Grundstruktur: Die vergrößerte Oberfläche verbessert die Haftung der aufgebrachten Schichten dauerhaft. Dieser Effekt ist besonders bei Aluminium-Bauteilen und Leichtmetallen entscheidend.

Für empfindliche Werkstücke – etwa aus Aluminium, Titan oder mit Feinstrukturen – eignen sich schonende Strahlmittel wie Glasperlen oder Nussschalen. Sie bearbeiten die Oberfläche, ohne das Grundmaterial zu schaden oder ungewollten Abtrag zu erzeugen. Das Ergebnis ist eine gleichmäßig strukturierte, saubere Oberfläche.
Das Ergebnis des Sandstrahlens hängt nicht nur vom Strahlmittel, sondern ebenso von der Anlage ab. SIGG bietet für jeden Bedarf die passende Lösung – von der manuellen Strahlkabine für Einzelteile bis zur vollautomatisierten Serienanlage für Bleche und Schüttgut. Welches Strahlmedium und welche Anlage für Ihre Werkstücke optimal ist, prüfen wir gerne anhand von Musterteilen. Eine Übersicht aller verfügbaren Anlagentypen finden Sie hier: SIGG Strahlanlagen.

Was versteht man unter Sandstrahlen von Metall?
Beim Sandstrahlen von Metall werden Strahlmittel mit hohem Druck auf eine Metalloberfläche beschleunigt. Die auftreffenden Partikel entfernen mechanisch Rost, Zunder, alte Beschichtungen und Schmutz – und rauen die Oberfläche gleichzeitig auf, um die Haftung für Folgeschritte wie Lackieren oder Kleben zu verbessern. Der Begriff „Sandstrahlen" ist historisch: Echten Sand verwendet man heute nicht mehr, da er gesundheitsschädlich ist. Stattdessen kommen metallische Strahlmittel wie Stahl-Granulat oder Edelstahl-Granulat zum Einsatz, die plastisch auf die Oberfläche einwirken.
Welches Strahlmittel eignet sich für Edelstahl?
Für das Strahlen rostfreier Metalloberflächen ist Edelstahl-Granulat die richtige Wahl. Es verhindert Eiseneintrag in die Oberfläche, arbeitet weitgehend staubfrei und erzielt kurze Strahlzeiten bei langer Lebensdauer. Stahl-Granulat oder Hartguss-Kies würden Rostpunkte auf der Edelstahloberfläche hinterlassen und sind daher nicht geeignet.
Wie oft kann Stahl-Granulat wiederverwendet werden?
Stahl-Granulat kann je nach Härte des Strahlguts und Prozessführung bis zu 100-mal wiederverwendet werden. Durch regelmäßige Aufbereitung – Siebung und Entstaubung – bleibt die Kornstruktur stabil und die Strahlwirkung konstant. Das macht metallische Strahlmittel deutlich wirtschaftlicher als mineralische Einweg-Alternativen wie Schleifmittel.
Für welche Branchen ist Sandstrahlen von Metall besonders relevant?
Sandstrahlen von Metall ist branchenübergreifend im Einsatz: in der Automobilindustrie für Motorkomponenten und Bleche, im Maschinenbau für Guss- und Schmiedeteile, in der Medizintechnik für Implantate und Instrumente, in der Dentaltechnik für Prothesenoberflächen sowie in der Schmuck- und Uhrenindustrie für Feinstrahlbearbeitungen. Überall dort, wo Metalloberflächen reproduzierbar gereinigt, vorbereitet oder veredelt werden müssen, ist Sandstrahlen das Mittel der Wahl.
Bei Sigg Strahltechnik entwickeln wir individuelle Lösungen entsprechend den spezifischen Anforderungen unserer Kunden.
Sigg Strahltechnik bietet eine Vielzahl effektiver Strahltechniken wie z.B. Injektorstrahlen, Druckstrahlen oder Nassstrahlen an.
Neben unseren Strahlanlagen bieten wir auch Zubehör und Ersatzteilen an, um sicherzustellen, dass unsere Kunden stets optimal ausgestattet sind und reibungslos arbeiten können.
Bei allgemeinen oder technischen Fragen sowie für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail.
+49(0) 7741 808 93 0info@sigg-strahltechnik.de
Das Strahlen mit Keramikperlen wird gezielt zur Oberflächenveredelung von Edelstahl-, Titan- und Aluminiumbauteilen eingesetzt. Das Verfahren arbeitet besonders schonend, erzielt aber dank der höheren Strahlgeschwindigkeit der Keramikperlen im Vergleich zu Glasperlen eine verbesserte Oberflächenverdichtung. Keramikperlen werden häufig in der Medizintechnik verwendet.

Korund ist ein besonders abrasivesStrahlmittel, das mit einer Härte von 9 auf der MOHS Skala ideal zur Entfernung von Lack, Rost und starkem Schmutz geeignet ist. Das harte Korn hilft beim Abreiben beschichteter Oberflächen. Die Wirkung steht in Relation zur Korngröße. Strahlkorund eignet sich für alle Injektoranlagen und kann im Trocken- oder Nassverfahren eingesetzt werden, um etwa Stahlguss oder Grauguss zu putzen, Schlacke zu entfernen oder Metall wie Edelstahl zu entzundern. In der Holz- und Kunststoffbearbeitung kommt Korund ebenfalls zum Einsatz. Das Mehrwegstrahlmittel ist nicht silikogen und wird aus hochwertigem Bauxit gewonnen.

Damit Messingoberflächen ihren Glanz behalten, wird Messinggries verwendet. Das hochwertige Sandstrahlen mit Messinggries ist sparsam und staubarm. Es kommt besonders beim Strahlen von Uhren oder Schmuck zum Einsatz. Aber auch Teile aus der Automobilindustrie, Medizintechnik oder Elektronik werden mit Messinggries gestrahlt.